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Zu gewinnen gibt es nichts, und nicht jeder kommt mit heiler Haut davon...

Diskrete Ausnahmezustände, heillose Ausweichmanöver, melancholischer Slapstick und verqueres Glück: Die kleinen Geschichten und Theaterstücke, die Angelika Meier in ihrem dritten Buch versammelt, eint eine höchst amüsante Traurigkeit. Gewissenhaft und mit gebotenem Sportsgeist, mitunter auch kindlich selbstvergessen spielen die Figuren hier ihre komischen Trauerspiele. Neben anderen treten auf: Jack Nicholson und ICH, die sich vom Fernsehsessel aus unversehens als neue Regenten Ägyptens wiederfinden; ein verhinderter »Waldbruder«, der sich von Jürgen Klinsmann geistige Führung erhofft; die Amazonenkönigin Penthesilea, die in Malibu Kleist liest und zaudernd noch einmal den Liebeskampf gegen Achill aufnimmt; oder ein Anwalt, der ein riesiges Loch im Bauch hat und sich daher mit einem »Kleidungsproblem« herumschlägt. Zu gewinnen gibt es freilich nichts, und nicht jeder kommt mit heiler Haut davon. Aber solange man spielt, kann einen niemand zwingen, man selbst zu sein.

Angelika Meier

Stürzen, drüber schlafen

Broschur, 200 Seiten, 12,8 x 20 cm

€ 14,95, CHF 20,00

ePub, 1.1 MB

€ 12,99, CHF 15,00

  • Satire
  • Parodie
  • Short Stories
  • Gegenwartsliteratur
  • Absurde
  • Avantgarde
  • Lachen

»Angelika Meier pflegt einen korrosiven, abgründigen Humor, der nie, nicht eine Zeile lang, die Absicht hegt, den Aufprall der Lesenden zu mildern.« Martin Zingg, Neue Zürcher Zeitung

Angelika Meier

lebt als freie Schriftstellerin in Berlin. Mit ihrem vielbeachteten zweiten Roman »Heimlich, heimlich mich vergiss« stand sie 2012 auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis. 2016 erhielt sie den Kunstpreis Literatur der Akademie der Künste, Berlin.

»Jetzt weiß ich endlich, wie Sie aussehen! Sie sehen aus wie der Schrei von Munch, wenn er grad nicht schreit.«

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