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Diskurs

Reports from Fiction
Reports from Fiction

Peter Ott

The Monotheistic Cell Or Reports from Fiction

Around 2007 I had the idea of making a feature film about a German woman who is kidnapped in Iraq. It was supposed to be a chamber piece, shot on two intradiegetic cameras: the video camera of the abductors, with which they alternately monitor their hostages and make propaganda videos, and the video camera with which the Federal Intelligence Service agent documents his interrogation of the hostages after their release. The title was going to be The Monotheistic Cell, aligning... ABO
News + Veranstaltungen

Anthropocene Lecture: Bruno Latour

29.09.2017, 19:00

Haus der Kulturen der Welt
John-Foster-Dulles-Allee 10
10557 Berlin
Deutschland

Yves Netzhammer: Buchvernissage und Artist’s Talk

22.08.2017, 18:30

ETH Zürich Graphische Sammlung
Rämistrasse 101
8092 Zürich
Schweiz

Exhibition: On Series, Scenes and Sequences – FEATURE Yves Netzhammer

16.08.2017 – 03.09.2017

ETH Zürich Graphische Sammlung
Rämistrasse 101
8092 Zürich
Schweiz

 

Themen
Aktuelle Texte

Plínio Prado

Die »kognitive« Offensive

Was seit zwei Jahrzehnten »Humankapital« (Erzeuger von Gewinnen), »Wissenskapital«, »intellektuelles Kapital«, »Expertise«, »Evaluierung«, »Benchmarking«, »Talentmanagement«, »Wissensverwaltung« etc. genannt wird, ist Teil dieser Offensive. Es geht darum, das Gesetz des Tausches und der kalkulierenden Zeitnutzung auf alle Aktivitäten des Geistes auszuweiten, gar auf alle Bereiche der Existenz: auf Wissen, Information, Sprache, Kultur, Körper und Psyche. In diesem Prozess läuft der Lebende selbst Gefahr, ebenfalls als Kapital bestimmt zu werden: darauf reduziert, Mittel oder »Ressource« zu sein im Dienst der techno-wissenschaftlichen Entwicklung und des ökonomischen Wettbewerbs. Und diese Logik nimmt sogar die Frage nach dem Sinn und nach der letzten Bedeutung des menschlichen Lebens ein, wobei die Frage selbst vergessen, ab jetzt ausgeschlossen, das heißt verformt, in den Dienst der Interessen des Kapitals gestellt wird. Bestätigt wird dies durch den heutigen Umgang mit der Verunsicherung über die Frage, wie man leben soll, die auch Daseinsberechtigung oder Ethik genannt wird. Die Lexik und...

  • Humboldtsches Ideal
  • Bildung
  • Bildungspolitik
  • Lehre
  • Bologna-Prozess
Aktuelle Texte
»Wenn man eine solche Frau hat, lässt sich auch in Berlin leben.«

Maria Zinfert

»Wenn man eine solche Frau hat, lässt sich auch in Berlin leben.«

  • Archiv
  • Fotografie
  • 1930er Jahre
  • Siegfried Kracauer
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  • Geschichte der Fotografie
  • 1950er Jahre
  • Paris
  • Autobiographie
  • Porträt

 

»What you call ›love‹ was invented by guys like me. To sell Nylons.« (Don Draper)
»What you call ›love‹ was invented by guys like me. To sell Nylons.« (Don Draper)

Elisabeth Bronfen

Mad Men

Im Vorspann jeder Episode der Serie Mad Men verliert der als Silhouette gezeichnete Don Draper (Jon Hamm) wörtlich den Boden unter den Füßen. Gerade hat er sein Büro betreten und den Aktenkoffer auf den Boden gestellt, da fallen die Zeichnungen von der Wand und die Möbel sinken in sich zusammen. Ganz plötzlich also befindet er sich im freien Fall und schwebt inmitten der Wolkenkratzer von New York Citys Midtown viele Stockwerke nach unten. Zuerst spiegelt er sich noch in den...
  • Fernsehen
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  • 1960er Jahre
  • Gesellschaft
Aktuelle Texte

Friedrich Schleiermacher

Gelegentliche Gedanken über Universitäten in deutschem Sinn

Die Vergleichung der Universität mit den Schulen und Akademien hat uns ihren wesentlichen Charakter gezeigt, vermöge dessen sie nothwendig in die Mitte tritt zwischen beide, daß nemlich durch sie der wissenschaftliche Geist in den Jünglingen soll gewekt, und zu einem klaren Bewußtsein gesteigert werden. Und dies haben wir fast ohne Beweis, wie es denn höchst anschaulich ist für sich, hinzugenommen, daß hiezu die formelle Speculation allein nicht hinreiche, sondern diese gleich verkörpert werden müsse in dem realen Wissen. Auch genügt hiezu nicht etwan eine beliebige Auswahl von Kenntnissen, wie auf Schulen zur gymnastischen Uebung. Denn der wissenschaftliche Geist ist seiner Natur nach systematisch, und so kann er unmöglich in einem Einzelnen zum klaren Bewußtsein gedeihen, wenn ihm nicht auch das Gesammtgebiet des Wissens wenigstens in seinen Grundzügen zur Anschauung kommt. Noch weniger können sich in den Einzelnen der allgemeine Sinn und das besondere Talent vereint zu einem eigenthümlichen intellectuellen Leben...

  • Gesellschaft
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  • Historische Dokumente
Aktuelle Texte

Jacques Rancière

Präsidentschaftswahl als Karikatur der Demokratie

Die Macht, die man ausübt, indem man für den einen oder die andere stimmt, ist nicht die rationale Wahl des Fähigsten, sondern einfach der Ausdruck des vagen Gefühls, dass jener Wahlzettel, den man der Geheimhaltung der Wahlurne anvertraut, besser die eigene Präferenz für die Autorität oder für die Gerechtigkeit, für die Hierarchie oder die Gleichheit, für die Armen oder für die Reichen, für die Macht der etablierten Fachkenntnisse oder für die Affirmation der politischen Fähigkeit eines jeden ausdrückt.

Das Paradox ist, dass dieses vage Gefühl, das die Wahrheit der vorgeblich rationalen Wahl der konkurrierenden Angebote ausdrückt, letztlich der wahrhaften politischen Vernunft näher ist: Die Politik ist nämlich vor allem Sache der »vagen« Gefühle bezüglich ein paar Grundfragen: der Frage, ob diejenigen, die in einem Land leben und arbeiten, diesem Land zugehören; ob jene, die dieselbe Arbeit machen, abhängig von ihrer Geschlechtszugehörigkeit unterschiedlich hohe Löhne erhalten sollen; ob jene, die sich für...

  • 1968
  • Führerfigur
  • Frankreich
  • Politik
  • Demokratie