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Literatur

A fast trip through the American night
A fast trip through the American night

Mike Wilson

Rockabilly

Rockabilly began digging late one spring night with a rusty shovel in his backyard.
 Everything had begun a few hours earlier. It was getting late, the lights in the neighborhood were starting to come on, and the red stain on the horizon was growing faint. In some houses TVs flickered. In others, families gathered around the dinner table. But Rockabilly had no family, no TV. He was in the living room, under a weak light bulb, kneeling on a pile of... ABO
Aktuelle Texte

Saša Asentić, Ana Vujanović

ANOTHER DIGRESSION. BELIEVE IT OR NOT

After the self-abolition of this performance as an art work in the 3rd phase, we comprehend the work as an artistic means, a methodological tool which we wish to share with contemporary dance and performance artists, who are willing to reflect their contexts and public work and with all who have something to say about the structure of the global World of contemporary dance and performance.

We would like to invite you to join us in this research and to develop your own “private bio-politics” – thinking about which other stories could be told about symbolical ownership over history and concepts, about the monopolizing of the global dance and performance scene, and about the patronization of “the backward” and “the always late (comers)”.

We would usually propose to start with a discussion or an after talk moderated by a (local / present) theorist, artist or in this case by you on the spot....

  • Performance-Kunst
  • Osteuropa
  • Performance
  • Körper
  • Gegenwartskunst
News + Veranstaltungen

Buchpremiere: »Glas« von Luís Quintais mit Mário Gomes

27.06.2017, 19:00

Literaturhaus Berlin
Fasanenstraße 23
10719 Berlin
Deutschland

Exhibition: On Series, Scenes and Sequences – FEATURE Yves Netzhammer

16.08.2017 – 03.09.2017

ETH Zürich Graphische Sammlung
Rämistrasse 101
8092 Zürich
Schweiz

Yves Netzhammer: Buchvernissage und Artist’s Talk

22.08.2017, 18:30

ETH Zürich Graphische Sammlung
Rämistrasse 101
8092 Zürich
Schweiz

 

 

Hinter einem Gemälde in der Antike steckt immer ein Buch
Hinter einem Gemälde in der Antike steckt immer ein Buch

Pascal Quignard

Die römische Malerei

Wie kann man ein antikes Gemälde entschlüsseln? Aristoteles erklärt in seiner Poetik, dass die Tragödie aus drei verschiedenen Bausteinen besteht: der Erzählung, dem Charakter, dem Ziel ­(mythos, ethos, telos). Absicht der Malerei ist es zu zeigen, wie eine Situation den Charakter offenbart. Es handelt sich darum, den mythos, den das Fresko erzählt, und das ethos der Hauptperson im Augenblick des telos oder kurz vor dem telos zusammenfallen zu lassen. Die beste Ethik ist entweder eine Folge des Handelns: Troja in... ABO
  • Antike
  • Erotik
  • Malerei
  • Pompeji
  • Mysterium
Aktuelle Texte

Reiner Schürmann

»Ich bin nicht gut im Vergessen. Ich kann es überhaupt nicht«

»Joan, die Vergangenheit, die man mir aufdrängt, will ich nicht. Mit dir suche ich mir eine andere, die lustiger ist.«


»Heute nachmittag gibt es ein Picknick. Am kleinen Wasserfall. Alle gehen hin.«


»Dein Afrolook gefällt mir.«


»Faß mal an. Aus Roßhaar.«


»Ich will meine Hände drin vergraben. Mich festklammern. Meinen Kopf drin verstecken. Du wirst mich aus diesen üblen Schwaden herausholen.«


»Von wegen Schwaden. Die sind hier drinnen. Hinter dieser Stirn, da drinnen schwelt es.«


»Nein, sie kommen einfach, umrißlos. Selbst du schaust mich so an, wenn du redest…«


Unsere schwitzenden Leiber ziehen die Fliegen an. Die Luft ist zum Ersticken. Selbst die Bremsen sind benommen. Sie versuchen nicht ein­mal davonzufliegen, wenn man sie zerquetscht. Mechanische Handgriffe. Ich verbrenne mich an meiner Gürtelschnalle. Der Schatten bildet einen schwarzen Fleck um uns, doch auch hier herrscht dieselbe Hitze. Ich habe jede Vorstellung von Kühle verloren. Vor uns das riesige Baumwollfeld. Weiße Fasern überall, wie Speichelflocken. Joan und ich...

  • Autobiographie
  • 1968
  • Homosexualität
  • Jugend
  • Erinnerung
Aktuelle Texte

Stefan Zweifel

Macht und Ohnmacht der Literaturkritik

Der Autor kuschelt sich wie der Neurotiker auf der Couch und kuscht […]. Husch, husch ins Körbchen, sagt der Analytiker zu den Neurosen und der Neurotiker nickt und nickt. Husch, husch ins Wörtchen, sagt der Kritiker, und der Autor kuscht. 


Und das Publikum? Es klatscht. Der Dressurakt ist gelungen. Der Autor liefert dem Leser, was ihm der Kritiker vorschreibt, und der Leser liest das, was ihm der Kritiker verschreibt. Das Lesen als ­Strafkolonie.


Dabei aber, und das ist die alte Falle der Dialektik, kuscht der Kritiker selbst. Er kuscht vor sich selbst, vor jenem Selbst, dessen Rolle er brav ausführt, und vergisst, dass das Lesen letztlich eine Suche nach einem anderen Ich wäre. Nach einem Ich, das sich allen Zuschreibungen entzieht. 


Das Ich wird zum Anderen so, wie in den Übersetzungen die eigene Sprache sich ins Fremdartige weitet. Es ist genauso wenig die Aufgabe des Kritikers wie des Übersetzers, den fremden...

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