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Literatur

La molle et voluptueuse décadence du lieu
 La molle et voluptueuse décadence du lieu

Bruce Bégout

L’homme de Venise

Je ne parlerai pas ici de mon métier. Je pratique l’urbex depuis plus de vingt ans et mon blog est le plus consulté sur la toile. J’y ai compilé des centaines de visites sur des sites oubliés, décrit des lieux abandonnés aux quatre coins du monde (tunnels, bases sous-marine, parcs d’attraction, asiles, usines, etc.) narré mes aventures dans ces endroits insolites et reculés qui exercent une grande fascination sur l’imagination moderne. Tout le monde connaît mon nom – un pseudonyme...
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Ein Roadtrip ohne Road

Mário Gomes

Ein Roadtrip ohne Road

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Es gibt kein absolutes Besonderes.

Rolf Bossart, Milo Rau

Es gibt kein absolutes Besonderes.

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Mário Gomes

Über literarische Sprengkraft

Kaum etwas setzt schneller Rost an als Kriegsgerät und Literatur. Da nützt weder Pflege noch Wartung, am besten ist es, man lässt das Material einrosten und rüstet derweil am anderen Ende nach, erweitert Bestände, feilt an Technologien und poliert vor allem die Oberflächen auf Hochglanz, bzw. man nimmt den einfachen Weg und lässt eine Glanzschicht auftragen – einen feinen, seidenen Film –, denn so geht das heutzutage: man trägt auf. Dieser chemische Glanz der Panzer und Bücher kommt von der Sprühdose. Er hält allerdings nicht lange, sondern schwindet, sobald das Auge sich abwendet, und das Auge wendet sich schnell ab. Wo der Blick dann aber als nächstes hin eilt, glitzert und funkelt es wieder: bei jeder Militärparade wie bei jeder Buchmesse.

Dieser Glanz ist jedoch bei weitem nicht das einzige, was Krieg und Literatur verbindet. Ihre Verknüpfungen sind vielfältig und verworren. Wo Gewalt aufhört und das Schriftzeichen anfängt, ist selten klar,...

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The limp, voluptuous decadence of the place

Bruce Bégout

The limp, voluptuous decadence of the place

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  • Urbanismus
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The world is all that is the case
The world is all that is the case

Françoise Armengaud, Annabelle Buxton

Wittgenstein’s Rhinoceros

The two young men meet up at the Cambridge railroad station. While waiting for the train, they browse the shelves of the station bookshop. All of a sudden, Wittgenstein grabs Pinsent’s arm: “Look at the title of this book!” “What a coincidence!” exclaims Pinsent, “It is perfect for you!” Both start to laugh. They purchase the novel of a famous English detective novelist entitled A Rhinoceros in the Library. Wittgenstein is very excited. “David, listen carefully,” he says to Pinsent. “I already have three things...
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Michel Mettler

Zooverhältnisse: Der Schriftsteller als Luxustier

Vermutlich, denkt der Schriftsteller, stimmt das alles gar nicht: Dein einstiges Leben in der freien Wildbahn war nicht leicht. Denn damals gab es eine große Zahl von anderen, die so wie du von ihrem freien Schriftstellertum zu leben versuchten. Es gab Konkurrenz. Heute nicht mehr. Heute klammern sich alle, die noch so leben wollen, aneinander, als trieben sie auf einem kleinen Floß. Sie sind alle verschwägert und unterstützen einander, wo es geht – wie Mitglieder einer Selbsthilfegruppe oder Sekte. Sie sind in ein kumpelhaftes Floß-Du verfallen, und an Konkurrenz ist auf diesen brüchigen ­Planken gar nicht zu denken. Die letzten Konflikte, die sie noch austragen, sind solche um die staatliche Futterzuteilung. Es sind Käfigzwiste, Rivalitäten, wie sie nur zwischen Wesen entstehen können, die nicht jagen und nicht säen, sondern gefüttert werden, weil niemand ihnen beim Aussterben zusehen will.


Stolz auf die rare Rigorosität seines Urteils, notiert der Schriftsteller in sein stets aufgeschla­genes...

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Tim Etchells

Ein merkwürdiges Märchen aus Endland (sic!)

Eines Nachts fuhr Taggy (Kurzform für Antagonistes) mit seinem Taxi die Spätschicht, und um 3 morgens war es ihm zu ruhig, mein Freund, und so hielt er bei Kev’s Kebab Kastell beim Brunnen und bestellte sich einen Kebab.

Es sah ganz danach aus, als ob es ohne Zwischenfall abgehen würde, aber dann tauchten ein paar langbeinige blonde Mädels auf und erregten A.s Aufmerksamkeit, inklusive Fallenlassen der Senfspenderspritze, Hinterherpfeifen und diverser überflüssiger Kommentare zu diversen Körperteilen.

Es dauerte nicht lange und eine Menschenmenge hatte sich versammelt und unser griechischer Freund sah sich über kurz oder lang in eine Riesenscheiße mit einem Haufen Kerle aus Doncaster verwickelt, die ihn in ihren Maestro stopften und davonfuhren.

Als Antagonistes erwachte, war er hinter dem Ladbrokes-Wettbüro in Meadowhead an einen Felsen gekettet, mit entblößtem Unterleib, und ein paar Adler fraßen seine Leber. Jeden Morgen war seine Leber nachgewachsen und jede Nacht kamen die Bastarde von Adlern wieder und...

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