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Literatur

Juli 1962
Juli 1962

Pierre Guyotat

Unabhängigkeit

West Algerien, Ebene des Cheliff, Juni 1962, zwischen der am 19. März verordneten Feuerpause und dem Referendum über die für den 1. Juli festgesetzte Selbstbestimmung. Eine Kompanie von Gefechtspionieren. Die nördliche Umzäunung der Lagertürme über dem Fluss: Esel, abgeschirrte Maultiere, von aufgegebenen Bauernhöfen entflohene Pferde traben am roten Ufer, trinken das knapp werdende Wasser, das, so geht das Gerücht, die sterblichen Überreste der Opfer flussaufwärts abgehaltener Stand­gerichte fortträgt. Ich bin zweiundzwanzigeinhalb. Zwei Jahre zuvor, im Sommer 1960, während der ersten Tage meiner Einberufung...
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Diane Williams

How about some string?

I said “Would you like a rope? You know that haul you have is not secured properly.”
“No,” he said, “but I see you have string!”
“If this comes into motion—” I said, “you should use a rope.”
“Any poison ivy on that? ” he asked me, and I told him my rope had been in the barn peacefully for years.
He took a length of it to the bedside table. He had no concept for what wood could endure.
“Table must have broken when I lashed it onto the truck,” he said.
And, when he was moving the sewing machine, he let the cast iron wheels—bang, bang on the stair.
I had settled down to pack up the flamingo cookie jar, the cutlery, and the cookware, but stopped briefly, for how many times do you catch sudden sight of something heartfelt?
I saw our milk cows in their slow...

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News + Veranstaltungen

Exhibition: On Series, Scenes and Sequences – FEATURE Yves Netzhammer

16.08.2017 – 03.09.2017

ETH Zürich Graphische Sammlung
Rämistrasse 101
8092 Zürich
Schweiz

Yves Netzhammer: Buchvernissage und Artist’s Talk

22.08.2017, 18:30

ETH Zürich Graphische Sammlung
Rämistrasse 101
8092 Zürich
Schweiz

Die dunkle Kammer - Träumen mit Georges Perec und Jürgen Ritte

02.09.2017, 20:00

Buchhandlung Sautter + Lackmann
Admiralitätstraße 71/72
20459 Hamburg
Deutschland

 

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Ein Roadtrip ohne Road

Mário Gomes

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»Stilbildend. Ein Meister seines Genres.«
»Stilbildend. Ein Meister seines Genres.«

Joseph Mitchell

Schleppnetzfischer

Mit dem Netz zieht man jede Menge komisches Zeug raus. Einmal war sogar ein Eimer mit Schiffsfarbe dabei, ein Zwanzig-Liter-Eimer mit Schlachtschifffarbe von der U.S. Navy. Wir stemmten den Deckel auf, und ich sah sofort, dass die Farbe vollkommen in Ordnung war. Vermutlich hatte sie einem Matrosen plötzlich nicht mehr gefallen und er schmiss den Eimer über Bord. Wir haben sie dann für die Eleanor verwendet. Ein anderes Mal hatte ich ein rosa Spitzenkleidchen im Netz. Wahrscheinlich hatte sich im...
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Aktuelle Texte

Joseph Mitchell

»Der beste Reporter, der je für den New Yorker schrieb«

Beim Bau von Stahlkonstruktionen, seien es Brücken oder Hochhäuser, lassen sich die Arbeiter in drei Hauptgruppen unterteilen – in Hebetrupps, Montagetrupps und Niettrupps. Der Stahl wird in fertigen, zu Säulen, Trägern und Profilen vorkonfektionierten Bauteilen auf die Baustelle geliefert; Säulen sind vertikale Bauteile, Träger und Profile horizontale. Jedes Bauteil verfügt an zwei oder mehr Stellen über Bohrungen zur Aufnahme der Bolzen und Niete und ist mit Kreide oder Farbe markiert, um anzuzeigen, an welcher Stelle es in dem Bauwerk einzusetzen ist. Die Männer der Hebetrupps schaffen die Teile mit einer Winde oder einem Kran in die Höhe, bringen sie an ihre Position und verbinden sie, indem sie in ein paar Bohrlöcher Bolzen stecken; diese Bolzen sind nur provisorisch. Dann kommen die Montagetrupps, bei denen man Ausrichter und Bolzensetzer unterscheidet. Die Ausrichter verbinden die Bauteile mit Spannseilen und Spannschlössern und richten sie im erforderlichen Winkel aus; die Bolzensetzer bringen weitere provisorische Bolzen...

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Aktuelle Texte

Georges Perec

Fragmente einer nächtlichen Biographie

Ich hatte jedes Mal das Gefühl, dass ich mit einer zauberhaften Leichtigkeit das einfing, was der eigentliche Stoff des Traums gewesen ist, dieses zugleich verschwommene und hartnäckige, nicht greifbare und unmittelbare Etwas, das sich im Kreise drehte und unbeweglich war, dieses Abgleiten von Räumen, diese mit bloßem Auge erkennbaren Veränderungen, diese unwahrscheinlichen Architekturen. Selbst wenn ich mich durch die gerade wegen ihrer Strenge endgültig pervertierte schriftliche Fixierung für immer vom »Königsweg« ausschloss, den diese Träume hätten sein können, so scheint mir doch, dass ich mich im Mittelpunkt dieser »beunruhigenden Fremdheit« befand, die unsere Bilder der Nacht formt und gestaltet, im Mittelpunkt einer geradezu traumhaften Rhetorik, die mich alle möglichen Träume durcheilen ließ: schneidende Träume, Träume ohne Knochen, Träume, lang wie Romane, angefüllt mit verblüffenden Ereignissen, flüchtige Träume, versteinerte Träume.

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