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Sarah Kofman: Die Verachtung der Juden

Sarah Kofman

Die Verachtung der Juden
Nietzsche, die Juden, der Antisemitismus

Übersetzt von Bernhard Nessler

Klappenbroschur, 104 Seiten

Ein unverzichtbarer Beitrag zu einer noch immer offenen Debatte

Auf der Basis präziser Lektüren erarbeitet Sarah Kofman eine differenzierte und sehr persönliche Sicht auf Nietzsches Verhältnis zum Judentum. Wie Kofman zeigt, entwickelt Nietzsche mit Blick auf die jüdische Konzeption der Gottheit und den historischen Bezug zum Christentum sowie in Hinsicht auf die Ambivalenz zwischen Selbsthass und Glauben an die eigene Auserwähltheit ein überaus komplexes Bild des Juden. Begriffe des »genealogischen Historikers« Nietzsche wie ›Rasse‹, ›Übermensch‹ und ›Wille zur Macht‹ erscheinen so in einem neuen Licht. Darüber hinaus bietet diese späte Schrift einen Zugang zu wichtigen, bislang noch wenig beachteten Aspekten im Werk Sarah Kofmans.

Inhalt
  • 11–13

    Die jüdische Frage und die Frage des Antisemitismus bei Nietzsche

  • 13–17

    Der größte Deutschenverächter

  • 18–22

    Juden gegen Deutsche

  • 22–27

    Die Juden, das Gesetz

  • 27–32

    Der heilige Paulus oder der Haß auf das Gesetz

  • 32–35

    »Orientalische« jüdische Spezialität

  • 35–38

    »Spernere se sperni«

  • 39–41

    Das »Führer«-Werden des Juden

  • 41–46

    Genesen des jüdischen Gottes

  • 46–47

    Das Schauspiel der Dekadenz

  • 47–53

    Juden gegen Griechen

  • 53–56

    Fremdheit, Nähe des jüdischen Volkes

  • 56–65

    Die Rassenfrage

  • 65–73

    Ein Jugend»irrtum«

  • 75–83

    Anhang: Verwandlung des Willens zur Macht vom Judentum zum Christentum nach Nietzsche: »Der Antichrist«

  • 85–93

    Nachtrag des Übersetzers

  • 95–97

    Literaturverzeichnis

  • Antisemitismus
  • Dekonstruktion
  • Nietzsche
  • Judentum

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Deutsch

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Sarah Kofman

Sarah Kofman

war eine französische Philosophin. Sie war Assistentin Jacques Derridas und lehrte später selbst Philosophie an der Sorbonne. Einen bedeutenden Teil ihrer Arbeit widmete sie der Auseinandersetztung mit dem Werk Friedrich Nietzsches und Sigmund Freuds. Sie hat ein überaus vielseitiges philosophisches Werk hinterlassen, das immer wieder um Erinnerung, Tod und Vergessen kreist. In »Rue Ordener, Rue Labat«, ihrem einzigen »literarischen« Text, verdichtet sich diese Beschäftigung zum erschütternden Zeugnis der Erfahrung am eigenen Leib. Sarah Kofman nahm sich kurz nach dem Erscheinen ihrer Autobiographie »Rue Ordener, Rue Labat« das Leben.

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