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Wissenschaft

Fragility is the only thing I really know about me
Fragility is the only thing I really know about me

Claire Denis

“Fragility is the only thing I really know about me”

I am not a very balanced person. I am fragile and sad – almost as described in Triste Tropiques by Claude Lévi-Strauss. I feel both those adjectives, I grew up with them. I was aware of my fragility even when I was very young – a baby, learning to walk, living somewhere in Africa and already feeling that the number of white persons was very small compared to the number of black persons and also noticing that most of the... ABO
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News + Veranstaltungen

Gespräch mit Jean-Luc Nancy: Stören! – Strategien politischer Intervention

13.06.2017, 19:30

Maxim Gorki Theater
Am Festungsgraben 2
10117 Berlin
Deutschland

 

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Sergej Eisenstein

»Was sich bewegt, ist also beseelt…«

Genau dieser Prozess ist es, den Disney in seinen Zeichnungen spürbar und gegenständlich darstellt.

Das sind nicht nur Wellen, die auf die Bordflanken eines Dampfers faktisch »einboxen« (und der bekannten Formel des Komischen folgend, in ihren Umrissen zu Boxhandschuhen werden!).

Es ist auch das erstaunliche, plastische Spiel der Konturen von Disneys Zeichnungen.

Bei Verwunderung dehnen sich die Hälse.

Bei panischer Flucht strecken sich die Beine.

Bei Angst zittert nicht nur der Held, sein Umriss ist gewellt.

Hier, in diesem Element der Zeichnung, wird das wirksam, was ich mit so vielen zitierten Beispielen belegen wollte.

Das ist eine hochinteressante Erscheinung.

Wenn sich der Hals eines Pferdes oder einer Kuh vor Schreck dehnt, dann dehnt sich die Darstellung der Körperfläche und nicht der Umriss als selbständiges Element!

In einer solchen Halsdehnung fehlt noch das, was über das »schleichende« Gebirge und den »schwellenden« Umriss des Hügels angemerkt wurde.

Erst wenn der Umriss des Halses über die möglichen Grenzen einer Halsdehnung hinauswächst, verkörpert er...

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  • Anthropologie

 

In 62 Episoden bis zum Tod
In 62 Episoden bis zum Tod

Gertrud Koch

Breaking Bad

Albuquerque, New Mexico, eine Stadt in der Wüste und Zentrum des zweitärmsten Bundesstaates der USA bewirbt ihre Schönheiten mit dem Slogan »It’s a trip.« Viele treten ihn an, weil die Stadt unter ihren rund 500.000 Einwohnern fiktionalen Zuwachs bekommen hat: Die Figuren einer Fernsehserie des sogenannten Quality TV, Breaking Bad. Die von Vince Gilligan entwickelte Serie ist diesem Slogan gefolgt: Der Trip ist einer, der aus den kleinbürgerlichen, angloamerikanischen Bezirken der Wüstenstadt mit ihren säuberlich aufgereihten Häusern samt Swimming­pool, Barbecue... ABO
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Aktuelle Texte

Claus Pias

Zur Horizonterweiterung behandelbarer Probleme

Das Terrain, das ich seit einiger Zeit umkreise und in das ich an verschiedenen Stellen eingebrochen bin, um einige Beutestücke zu ergattern, heißt Simulation. Von den jungen Geisteswissenschaftlern erwarte ich nun ein stirnrunzelndes: »O je – das ist ja ein Rückfall in die späten 80er oder frühen 90er und mindestens so out wie Baudrillard oder Medienkunst mit Datenhandschuhen!« Ja, das stimmt, aber genau deshalb müssen wir neu darüber sprechen lernen. Denn das Thema Computersimulation (und ich meine hier ausschließlich wissenschaftliche Simulationen) scheint schon angesichts von mehreren Tausenden lieferbarer Bücher zu diesem Thema von kaum zu unterschätzender wissenschaftlicher und praktischer Bedeutung. Trotzdem ist es wissenschafts- und medienhistorisch nicht aufgearbeitet. Es gibt nicht mehr als ein gutes Dutzend Aufsätze über den epistemischen Status von Computersimulationen und es reicht eine einzelne Hand, um die medien- oder wissenschaftshistorischen Studien abzuzählen, die einmal exemplarisch aufgearbeitet haben, wie sich eine einzelne Wissenschaft durch Computersimulation im Lauf der letzten...

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Aktuelle Texte

Klaus Hamberger

Potlatsch – ein »totales« soziales Phänomen

Der Potlatsch ist eine festliche Verteilung von Geschenken an Gäste, die stets zu einer anderen Gruppe gehören als die Gastgeber. Diese Geschenke werden als Entgelt für eine Leistung der Gäste aufgefasst, die einen materiellen Aspekt haben kann (Hausbau, Bestattung, Tätowierung, etc.), vor allem aber eine rechtliche Funktion erfüllt: sie besteht darin, die Übertragung von Titeln, Namen oder Privilegien innerhalb der Gruppe der Gastgeber zu bezeugen und symbolisch zu vermitteln. Diese Funktion ist von entscheidender Bedeutung für die Reproduktion der Gruppe als solcher. Nach der Auffassung der Bewohner der Nordwestküste besteht eine soziale Gruppe weniger aus Individuen als aus Positionen, zu denen Namen, Ränge, Insignien und Vorrechte gehören; und jedes Mal, wenn eine Position von einem neuen Individuum eingenommen wird, bedarf dieser Wechsel zu seiner Gültigkeit der Bekräftigung durch einen Potlatsch.

Der Potlatsch begründet aber nicht allein Rang und Titel der Gastgeber – er bringt auch die Rangordnung der Gäste zum Ausdruck, sei...

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