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News + Veranstaltungen

Die Sammlung (1987–2006) – Performance Chronik Basel – Band II

26.01.2017, 19:00

Kaskadenkondensator
Burgweg 7
4058 Basel
Schweiz

Yves Netzhammer: Concave Thoughts
A visual parcours with drawings and animations

26.01.2017, 19:00

ESPACE DIAPHANES
Dresdener Str. 118
10999 Berlin
Deutschland

»Es gibt ein ewiges Wesen des Theaters«: Vortrag von Alain Badiou

27.01.2017, 20:00

Akademie der Künste
Hanseatenweg 10
10557 Berlin
Deutschland

Aktuell

Towards the end of Thomas Pynchon’s mammoth 1973 novel Gravity’s Rainbow, the stumbling ingénue of a hero Tyrone Slothrop sets off on a commando raid. The territory he and his cohorts move through is a giant ­metropolis, a “factory-state” in which capital, technology and power, perfectly co-calibrated, send airships drifting through urban canyons, past chrome caryatids and roof-gardens on skyscrapers that themselves shoot up and down on ­elevator-cables: a conurbation ­Pynchon calls the “City of the Future” or “Raketen-Stadt.” The...

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  • Moderne
  • Literatur
Aktuell

Elena Esposito

Jede Gegenwart hat ihre Zukunft

Könnte die Zukunft nicht gegenwärtig sein? Wie und wo? Wenn wir kurz darüber nachdenken, sehen wir sofort, dass die Zu­kunft immer nur in der Gegenwart und nirgendwo sonst existiert, aber als etwas, das es (noch) nicht gibt.
 Die Realität der Zukunft (wie die der Vergangenheit) ist diejenige eines Horizonts der Gegenwart. Im aktuellen Zeitpunkt (der einzige, der existiert und vollständig real ist) projizieren wir rückwärts und vorwärts die Horizonte der Vergangenheit und der Zukunft: das, was wir erinnern, und das, was wir erwarten; die Vergangenheit, die es nicht mehr gibt, und die Zukunft, die noch nicht da ist – die aber beide für den Sinn der Gegenwart unabdingbar sind. Wie alle Horizonte zieht sich die Zukunft in die Ferne, je näher wir uns nähern, indem sie vorwärts rückt und unerreichbar bleibt. Sie bleibt immer nichtgegenwärtig.


Die Zukunft ist nie gegenwärtig, existiert aber nur in der Gegenwart – als ihre Projektion. Wenn wir von der Zukunft reden, reden wir eigentlich immer von der Gegenwart: von ihrer Art, mit den vorhandenen Möglichkeiten umzugehen, von ihrer Offenheit und ihren Einschränkungen. Jede Gegenwart hat ihre Zukunft, von der ausgehend das entwickelt wird, was zu einem späteren Zeitpunkt real ist. Deshalb, wie ich bereits erwähnte, ist der Titel dieses Buches so gelungen: Die Gegenwart der Zukunft ist die einzige Realität der Zukunft, aber dennoch ist die Formulierung informativ – als ob die Zukunft anders sein könnte, als ob sie irgendwo anders wäre.


Diese Ambiguität macht das Thema...

  • Zukunft
  • Künstlerische Praxis
  • Utopie
Magazin
  • Essay

    Versuchen, was das sein könnte, seit Montaigne noch immer.

  • Eine Carte Blanche für Künstler, Autoren, Denker, einen Leerraum zu besetzen und eine Atempause zu markieren.

  • FIKTIONARIUM

    Fortlaufender Glossar des Vorstellbaren

  • Tausend Wörter

    Auf der Suche nach einer Werkform in der einzigen Verdichtung auf die Exaktheit einer Zahl: 1000 Wörter
Neuerscheinungen
Farbe und Bedeutung
Themen
  • minima oeconomica

    Analysen und Kritik moderner Ökonomie, deren Wissenschaft und Legitmation im Zeitalter der Finanzialisierung

    • Finanzmärkte
    • Ökonomie
    • Wirtschaft
    • Diskursgeschichte
    • Ökonomisierung
    • Finanzkrise
  • Halluzinatorische Chroniken New Yorks

    Reportagen, Fiktionen, Wirklichkeiten der Hauptstadt des 20. Jahrhunderts

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  • Kunst, Medien, Körper

    Medien des Körpers, Körper der Medien

    • Digitale Medien
    • Gender
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    • Kunst
    • Medien des Sozialen
    • Körper
Magazin

Reiner Schürmann

Why this past? Why is this past mine? A past which I did not even know?


  • Nachkriegsgeneration
  • Migration
  • Vergangenheit
  • Identität
  • Autobiographie
  • Kindheit
  • Nachkriegszeit
  • 1968
  • Trauma
  • Erinnerung
  • Homosexualität
  • Emigration
  • Nationalsozialismus
  • Jugend
  • Urszene
Magazin

Stefan Zweifel

Jede Nummer eine Art Meta-Collage

Abgehackte Rinderfüße vor Schlachthöfen, gewaltige Blutstriemen am Boden, hingepinselt nicht von Francis Bacon, sondern von anonymen Metzgergesellen, dann große Zehen von Menschen, die unsere verdrängte Unbeholfenheit und Hässlichkeit zeigen sollten, oder ersterbende Fliegen, die als dunkle Wolke des Todes auf Klebepapier wimmeln, zwischen all diesen fotografischen Ekelerregungskunststücken tauchte in der siebten Nummer der Zeitschrift »Documents« 1929 auch die Fotografie einer seltsam geformten Manuskriptrolle auf: die »120 Tage von Sodom«, jene schauerlichste Abrechnung mit dem Projekt der Aufklärung, die der Marquis de Sade 1785 verfasste, ein Schriftstück, das noch weit mehr als die verhackstückte Tier- und Menschenmaterie das absolute Grauen symbolisiert, den namenlosen Schrecken und das Unsägliche, zu dem der Mensch fähig ist.

Mit dieser geradezu als Fetisch verehrten, 12 Meter langen, aus winzigen Zetteln zusammengeklebten Rolle, in der Sade 600 menschliche Perversionen auflistete und die er vor Gefängniswärtern der Bastille in einem Dildo verbarg, der ab und zu unter »hohen spitzen Schreien« aus seinem Hintern auftauchte, mit diesem »Anuskript« wollte Georges Bataille seine Theorie des »Unförmigen« illustrieren, sie war gleichsam der Mikrokosmos des Makrokosmos der ganzen Zeitschrift: Rinderfüße und Schriftrolle nämlich sind sämtlich Elemente, die aus dem Chaos der sogenannten »niederen Materie« auftauchen, aus jenen Niederungen, die keinen Sinn machen, die sich nicht durch Vernunft erklären und beherrschen lassen, die dem systematischen Zwang zum Homogenen als das Heterogene gegenüberstehen und als das ewig unzähmbare Andere, als zerfetzte Glieder des zerstückelten Dionysos andeuten, aus welchem Abgrund von Weh und Trauer der schöne...

  • Fotografie
  • Documents
  • Surrealismus
  • Georges Bataille
  • Körper
Neuerscheinungen

Kunst

Kunst

Die ausgehenden 1980er und beginnenden 1990er Jahre bedeuten eine wichtige Zäsur in der Performance Kunst. Erstmals wird dies in der Publikation »Out of Actions« auf den Punkt gebracht. Zahlreiche Performance-Künstler_innen wenden sich zu diesem Zeitpunkt »aktuellen« Medien wie Video oder Installation zu oder übertragen performative Verfahren in tradierte Medien wie Zeichnung und Malerei. Dies geschieht mit der Absicht, herkömmliche Gattungsgrenzen in Theater, Musik, Tanz und den audiovisuellen Künsten zu überschreiten – die »Transformation der Aktion« ist das grosse Thema. Zur...

  • Erinnerung
  • Basel
  • Performance
Magazin

Okwui Enwezor


Verstörung und die Politik der Sichtbarkeit


In Tristes Tropiques, dem bahnbrechenden ethnografischen Reisebe­richt, der 1955 veröffentlicht und international gefeiert wurde, beginnt der große Anthropologe Claude Lévi-Strauss die Schilderung seiner legendären Forschungsreise in das Landesinnere von Brasilien in skeptischem Ton: »Ich verabscheue Reisen und Forschungsrei­sen­­de. Trotzdem stehe ich im Begriff, über meine Expeditionen zu berichten.« Trotz seines hybriden Formats – einer Kombination aus Memoiren, Reiseliteratur und Ethnografie – entwickelte sich Tristes Tropiques zu einem Bestseller. Das Buch fand eine Leser_innenschaft, die weit über ein Nischenpublikum von Expert_innen hinausging, und etablierte seinen Autor umgehend als bedeutende Figur auf den Feldern der Anthropologie und des Strukturalismus. Das Werk er-schien an einem historischen Wendepunkt, nicht nur im Hinblick auf die Veränderungen der Anthropologie durch den Strukturalismus – auf Grundlage einer Analyse der Gesellschaft anhand der Strukturen von Sprache und Kultur –, sondern auch weil es in einer Periode der Nachkriegszeit vorgestellt wurde, als die Ethnografie sich durch die großen Bewegungen der Entkolonialisierung wandelte. Die in der Disziplin stattfindenden Veränderungen erforderten nicht nur ein Umdenken in Bezug darauf, wie anthropologische Methoden (Feldforschung als teilnehmende Beobachtung) und Diskurse (ethnogra­fisches Schreiben) das Verständnis kolonisierter Gesellschaften und ›entlegener‹ Kulturen prägen, sondern auch eine Neubewertung des zugrunde liegenden Systems der kolonialen Moderne, aus der sich die zentrale Entwicklungsdynamik in der Interaktion zwischen europäischen und nichteuropäischen Kulturen ergab. 


Auch wenn er keine Inkarnation der dramatischen Neuordnung des modernen Systems war, enthielt der Titel des Buches, Traurige Tropen, in seiner Narration doch ein gewisses Maß an Elegischem....

  • Gender
  • Identität
  • Gegenwartskunst
  • Kapitalismus
  • Digitale Kultur
Bücher

Literatur

Literatur

„Angeklagte, Sie haben das letzte Wort.“

„Ich möchte sagen, dass mir alles sehr, sehr leid tut und dass ich mich bei den Angehörigen entschuldigen möchte.“
„Bei wem? Das Opfer hatte keine Angehörigen.“
„Oh, äh nein, ich meine natürlich … meine, natürlich … meine Angehörigen.“
Mary Lynn hob endlich den Kopf, sah den Richter zum ersten Mal seit Prozessbeginn fest an und wandte sich dann, beflügelt vom Mut, der eigenen Wahrheit im irritierenden Spiegel des richterlichen Vierauges ins Gesicht zu sehen, ebenso entschlossen dem...

  • Literatur
  • Amerika
  • Gegenwartsliteratur
Magazin

Georges Perec

Wer bin ich? Was bin ich? Woran bin ich?


Auf der anderen Seite der Straße sind drei Tauben lange reglos auf dem Dachgesims sitzen geblie­ben. Über ihnen, zur Rechten, raucht ein Schorn­stein; verfrorene Spatzen sitzen hoch oben auf den Regenrinnen. Unten auf der Straße herrscht Lärm.


Montag. Neun Uhr morgens. Ich schreibe schon seit zwei Stunden an diesem Text, den ich seit langem versprochen habe.


Die erste Frage ist sicherlich die folgende: warum habe ich bis zum letzten Augenblick gewartet? Die zweite: warum dieser Titel, warum dieser Anfang? Die dritte: warum fange ich damit an, dass ich diese Fragen stelle?


Was ist eigentlich so schwierig? Warum fange ich mit einem Wortspiel an, das so hermetisch ist, dass nur eine kleine Anzahl meiner Freunde darüber lächeln muss? Warum fahre ich mit einer Beschreibung fort, die so gespielt neutral ist, dass jeder versteht, dass ich nur deshalb so früh aufge­standen bin, weil ich sehr im Rückstand war, und weil es mir peinlich ist, dass ich im Rückstand bin, während doch ganz klar ist, dass ich nur des­halb im Rückstand bin, weil mir gerade der Grund für die wenigen nun folgenden Seiten peinlich ist. Es ist mir peinlich. Ich bin gehemmt. Die gute Frage ist die: warum ist es mir peinlich? Warum ist es mir peinlich, dass es mir peinlich ist? Werde ich mich dafür rechtfertigen müssen, dass es mir peinlich ist? Oder ist es mir peinlich, dass ich mich rechtfertigen muss?


Das kann lange dauern. Es gehört zum Wesen des Schriftstellers, dass er sein Sein...

  • Schreiben
  • Judentum
  • Kindheit
  • Erinnerung
  • Autobiographie
Bücher

Diskurs

Diskurs

Albuquerque, New Mexico, eine Stadt in der Wüste und Zentrum des zweitärmsten Bundesstaates der USA bewirbt ihre Schönheiten mit dem Slogan »It’s a trip.« Viele treten ihn an, weil die Stadt unter ihren rund 500.000 Einwohnern fiktionalen Zuwachs bekommen hat: Die Figuren einer Fernsehserie des sogenannten Quality TV, Breaking Bad. Die von Vince Gilligan entwickelte Serie ist diesem Slogan gefolgt: Der Trip ist einer, der aus den kleinbürgerlichen, angloamerikanischen Bezirken der Wüstenstadt mit ihren säuberlich aufgereihten Häusern samt Swimming­pool, Barbecue...

  • Gewalt
  • Gegenwartskultur
  • Fernsehen
  • Das Böse
  • Drogen
Magazin

Mário Gomes

Über literarische Sprengkraft

Kaum etwas setzt schneller Rost an als Kriegsgerät und Literatur. Da nützt weder Pflege noch Wartung, am besten ist es, man lässt das Material einrosten und rüstet derweil am anderen Ende nach, erweitert Bestände, feilt an Technologien und poliert vor allem die Oberflächen auf Hochglanz, bzw. man nimmt den einfachen Weg und lässt eine Glanzschicht auftragen – einen feinen, seidenen Film –, denn so geht das heutzutage: man trägt auf. Dieser chemische Glanz der Panzer und Bücher kommt von der Sprühdose. Er hält allerdings nicht lange, sondern schwindet, sobald das Auge sich abwendet, und das Auge wendet sich schnell ab. Wo der Blick dann aber als nächstes hin eilt, glitzert und funkelt es wieder: bei jeder Militärparade wie bei jeder Buchmesse.

Dieser Glanz ist jedoch bei weitem nicht das einzige, was Krieg und Literatur verbindet. Ihre Verknüpfungen sind vielfältig und verworren. Wo Gewalt aufhört und das Schriftzeichen anfängt, ist selten klar, denn Krieg und Literatur stehen nicht etwa in einem Verhältnis der Affinität, sondern in einem der Spannung und Überlagerung, was letztlich auch erklärt, weshalb einem Clausewitz sehr viel mehr über Literatur zu entnehmen ist als dem Gesamtbestand literaturwissenschaftlicher Publikationen. Wer die Ilias gelesen und Heraklit noch nicht vergessen hat, versteht, was gemeint ist. Der Vater aller Literaturen ist der Krieg – oder meinetwegen die Gewalt –, alles andere dagegen ist Sand, den man der geneigten Leserschaft in die Augen streut, Sand, der aus den Büchern regelrecht herausrieselt, wenn man nur...

Magazin

Claire Denis

Fragility is the only thing I really know about me

I am not a very balanced person. I am fragile and sad – almost as described in Triste Tropiques by Claude Lévi-Strauss. I feel both those adjectives, I grew up with them. I was aware of my fragility even when I was very young – a baby, learning to walk, living somewhere in Africa and already feeling that the number of white persons was very small compared to the number of black persons and also noticing that most of the black persons that I met were gardeners or maids. I felt – I am sure I am not lying – even at that very young age, not a sense of injustice, but a sort of guilt.

Guilt for what? My parents were nice people, they treated everyone well. My father was avidly learning languages, he spoke many African languages and also Pidgin English very well and he used to speak it to his children. I learned Pidgin English almost before I learned French. So I can say I was well-educated and I was lucky that I was educated far away from France – being able to share different cultures, to have different neighbours. The region I lived in during my early childhood was a Muslim part of the North Region of Cameroon so there were no churches, no Christian presence, the only religion there was Islam. My father got on well with it, but we nevertheless had a pig in our...

  • Subjektivität
  • Autofiktion
  • Identität
  • Autorenfilm
Bücher

Wissenschaft

Wissenschaft

Es stand nicht gut ums Wissen, ca. 1980. Genau genommen ging es schon seit der Frühen Neuzeit kontinuierlich bergab. Das mechanistische Weltbild und dessen Ideale – Quantifizierbarkeit, Messbarkeit, Wiederholbarkeit, usw. –, die seit ­Descartes, Galileo und Newton um sich zu greifen begannen, zeigten nun endgültig ihr hässliches, kaltes Gesicht. Drogenkonsum, das Emporschnellen der Suizid­raten, der Höchststand des »misery index«, das universelle Gefühl der Entfremdung waren deren logischer Endpunkt. Gefühle, Phantasie, Geist, Seele, alles Organische und Irrationale hatten in dieser Welt als großem...

  • Technik
  • Medien
  • Ökologie
  • Wissen
  • 1980er Jahre
Magazin

Dieter Mersch

For an aesthetic mode of thought beyond the “linguistic turn”

To begin our journey, we must first examine the question of art as beauty and of aesthetics as a branch of philosophy—not simply as a theory of perception, but first and foremost as a science of the ‘beautiful’ and the ‘sublime’. In the early modern period, whenever the arts are mentioned, they are almost always referred to as the ‘fine’ or beautiful arts. As is well-known, aesthetics has two beginnings; in the eighteenth century and in the nineteenth century. Alexander Baumgarten first defined aesthetics as a scientia sensitiva or science of perception. In German Idealism, Georg ­Wilhelm Friedrich Hegel, Friedrich Wilhelm Joseph Schelling, and Friedrich Hölderlin revisited aesthetics, ­defining it as a theory of art. The relationship between the two is not immediately clear. The former was grounded mostly in aisthēsis, a form of cognition classified as belonging to the physical abilities of sensations, and was situated in the lower ranks of thought (intellectus et ratio). While Baumgarten did aim to elevate perception, he never let go of the established hierarchy. Aesthetics was lifted up only to be pushed down again by according it a precarious relationship to epistēmē. For Baumgarten, only “dark comprehension” (perceptiones obscurae) could give rise to cognitiones sensitivae. In Hegelian thought in contrast, aesthetics is a philosophy of art which understands the ‘work’ as the crystallization and embodiment of an ‘idea’. From the start, aesthetics was considered to be a kind of thought similar but subordinate...

  • Diskursanalyse
  • Epistemologie
  • Denkt Kunst
  • Künstlerische Forschung
  • Ästhetik
Magazin

Maurizio Lazzarato

The endless array of merchandise

In contemporary capitalism, subjectivity is the product of a mass industry organized on a global level. For Félix Guattari this is actually the first and most important of capitalist productions, because it preconditions and is part of production in all other forms of merchandise. Subjectivity is a ‘key merchandise,’ which in its ‘nature’ is put together, developed and manufactured in the same way as a car, electricity, or a washing machine. Capitalism organizes the production and control of subjectivity through two different systems, which weave together the manufacture of the individuated subject (“social subjection”) and what seems to be the opposite, de-subjectification (“machinic enslavement”). Therefore capitalism exercises a twofold hold over subjectivity.

Social subjection involves techniques of government, which pass by way of, and mobilize, representation (political and linguistic), areas of knowledge, discursive visual practices, etc., and produce ‘subjects of rights,’ ‘political subjects,’ in short: ‘subjects’ of ‘I’s,’ of individuals. By producing us as individuated subjects, social subjection assigns an identity to us, a sex, a profession, a nationality, and so on. It is a signifying and representative semiotic trap which no one escapes. In contemporary capitalism, these processes and techniques find their realization in the “human capital” which makes each one of us a subject responsible for and guilty of his own actions and patterns of behaviour. The ‘free subject’ – in the sense of ‘delivered’ from all personal subordination – is realized in the figure of the self-entrepreneur and...

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