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Alice Ceresa: Der Tod des Vaters

Alice Ceresa

Der Tod des Vaters

Übersetzt von Marie Glassl

Mit einem Nachwort von Marie Glassl

Gebunden, 96 Seiten

Erscheint am 26.07.2024

Der Patriarch ist tot

Eine Familie versammelt sich zur Beerdigung des Vaters: Der Patriarch ist tot, der Thron in der familiären Hierarchie unbesetzt. Und doch lebt er weiter, bleiben alle in den sinn­entleerten ­Gesten einer vergangenen Gemeinschaft gefangen, wandeln wie Puppen, haltlos und beinahe komisch umher, denn die Hölle der bürgerlichen Familie – die eigentliche Protagonistin dieser Geschichte – lebt weit über den Tod hinaus…In einer ebenso nüchternen wie magischen Sprache, frei von Sentimentalität oder ­autobiographischem Gestus entlarvt Alice Ceresa die Mechanismen einer zeitlos erscheinenden sozialen Wirklichkeit.In ihrer sezierenden Analyse verwandelt sich das Leben in die Parodie des gesellschaftlichen Gefängnisses, aus dem der Tod des Vaters dennoch einen Ausweg weist: »Am Ende wird die Familie endlich explodieren« und den Weg freigeben für Töchter »so unabhängig und herausragend, dass sie die Welt beherrschen werden«.

Die Publikation bildet den Auftakt für weitere Publikationen dieser unbedingt (wieder-)zuentdeckenden Autorin.

  • Emanzipation
  • Feminismus
  • Subjektivierung
  • Literatur
  • Familie

»Eine bewundernswerte Erzählung, die in ihrer leisen Hellsichtigkeit an die magischen Geistergeschichten von Rudyard Kipling oder Henry James erinnert. Ein ganz außergewöhnlicher Text.« Alfredo Giuliani

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Deutsch

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Alice Ceresa

Alice Ceresa

(1923–2001) war eine Schweizer Schriftstellerin mit Tessiner Wurzeln. Ab 1950 lebte und arbeitete sie in Rom als Journalistin und Übersetzerin mit engen Verbindungen zur literarischen Szene Italiens. Ceresa schrieb Zeit ihres Lebens, publizierte aber nur wenig. Als Vorreiterin feministischer Literatur erforschte sie in ihrem Schreiben zugleich die semiotischen und diskursiven Hegemonien eines gesellschaftlichen »Wir«
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