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Birgit Eusterschulte (Hg.), Karin Gludovatz (Hg.): Kunst/Geschichte

Birgit Eusterschulte (Hg.), Karin Gludovatz (Hg.)

Kunst/Geschichte
Künstlerisches Historisieren in (kolonialen) Kontexten

Broschur, 272 Seiten

Erscheint am 07.12.2026

Geschichtliche Konstellationen und Narrative, historische Objekte, Dokumente und Sammlungen unterschiedlichster Herkunft haben in gegenwärtigen künstlerischen Praktiken einen hohen Stellenwert. Im Fokus eines künstlerischen Historisierens von (kolonialer) Moderne steht mit dem Erzählen gewaltsamer und unterdrückter Geschichte die Frage der Bedeutung des Vergangenen für die Gegenwart. Der Band geht den Fragestellungen und Herausforderungen eines künstlerischen Historisierens einer (kolonialen) Moderne nach und fragt nach dem kritischen Potential und der Produktivität künstlerischer Re/Konstruktionen von Geschichte: Wie greifen Künstler:innen in tradierte Erzählungen und dominante Repräsentationssysteme ein und bringen Verdrängtes, Vergessenes oder Unerzähltes ans Licht? Welche widerständigen Strategien entwickeln sie gegenüber hegemonialen, eurozentrischen Geschichtsdarstellungen, westlichen Epistemologien und historiografischen Konventionen? Welche Bedeutung haben künstlerische Gegenerzählungen für gesellschaftliche Prozesse der Gegenwart? Lässt sich Geschichte reparieren?

  • Postkolonialismus
  • Medienwissenschaft
  • Kunst
  • Kunstgeschichte

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Deutsch

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Birgit Eusterschulte

Birgit Eusterschulte ist Kunsthistorikerin und wissenschaftliche Mitarbeiterin im Sonderforschungsbereich Intervenierende Künste an der Freien Universität Berlin. Ihr derzeitiger Forschungsprojekt Unlearning History untersucht, wie unterschiedliche Ansätze eines künstlerischen Historisierens als methodisches Verlernen dominanter Geschichtserzählungen und Interventionen in hegemoniale Wissensbestände und Epistemologien zu verstehen sind und wie diese ein anderes Wissen produktiv machen.

Karin Gludovatz

ist Kunsthistorikerin, Professorin für Neuere Kunstgeschichte an der Freien Universität Berlin und Mitglied des Sonderforschungsbereichs »Ästhetische Erfahrung im Zeichen der Entgrenzung der Künste«. Ihre Forschungsschwerpunkte sind niederländische und italienische Kunst  des 15. bis 17. Jahrhunderts, Autorschaftskonzepte und Künstlermythen in der Frühen Neuzeit und in der Kunst seit den 1960er Jahren; Produktionsästhetik; Kunst und Dokumentarismus.

Weitere Texte von Karin Gludovatz bei DIAPHANES
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