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Barbara Wittmann: Das Porträt der Spezies
Das Porträt der Spezies
(S. 47 – 72)

Zeichnen im Naturkundemuseum

Barbara Wittmann

Das Porträt der Spezies
Zeichnen im Naturkundemuseum

PDF, 26 Seiten

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Barbara Wittmann

Barbara Wittmann

Barbara Wittmann studierte Kunstgeschichte in Wien und Berlin. Sie habilitierte im Februar 2014 an der Bauhaus-Universität Weimar und war von Dezember 2013 bis September 2016 Professorin für Kunst- und Bildgeschichte der Moderne und Gegenwart an der Humboldt-Universität zu Berlin. Seit Oktober 2016 ist sie Professorin für Kunstgeschichte an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Ihre Forschungsschwerpunkte sind u.a. Bildkünste des 18. und 19. Jahrhunderts, Zeichnungs- und Entwurfsforschung sowie Wissens- und Kulturgeschichte der Kinderzeichnung.

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Schreiben und Zeichnen als Verfahren der Aufzeichnung zu denken, führt direkt auf die fixierende, zurückhaltende Kraft, die von vornherein mit der graphischen Spur des Stiftes verbunden wird und das Trivialste zu sein scheint. Etwas abzeichnen, etwas aufschreiben, das geschieht im Dienste einer anderen Sache, instrumental, stützt die Beobachtung, die Reflexion, die Arbeit am Begriff oder das Studium der Phänomene. Dennoch darf dieser Vorgang nicht unterschätzt werden, denn in ihm gewinnt Gestalt, was fortan überdauert.

In diesem Raum primärer Formation behaupten sich Zeichnen und Schreiben auch in den hochtechnischen Umgebungen unserer Tage. Es ist der Raum, in dem Wissen anfängt, gleich ob als Forschung oder im ästhetischen Prozess. Und es ist ein Raum, der durch materielle Umstände, prozedurale Logiken und ikonische Repertoires gekennzeichnet ist, mit denen etwas bewerkstelligt wird.