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Christa Wirth: Gewaltige Hitze
Gewaltige Hitze
(S. 61 – 84)

Christa Wirth

Gewaltige Hitze
Apocalypse Now zwischen (De-) Kolonisierung und Kaltem Krieg

PDF, 24 Seiten

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Christa Wirth

ist Oberassistentin am Lehrstuhl von Prof. Monika Dommann am Historischen Seminar der Universität Zürich und assoziiertes Mitglied am Zentrum »Geschichte des Wissens« (ETH und Universität Zürich). Von 2008 bis 2013 war sie als Visiting und Teaching Fellow an der Harvard Universität tätig. Sie forscht zu den Themen Migration und Wissensgeschichte. In ihrer Doktorarbeit »Memories of Belonging: Descendants of Italian Migrants to the United States, 1884–Present« beschäftigte sie sich mit der Migrations- und der Erinnerungsgeschichte von italienischen MigrantInnen in die USA. Gegenwärtig arbeitet sie an ihrem Habilitationsprojekt zum Thema Sozialwissenschaft im postkoloniale Kontext, das den Titel »Understanding the Philippines: Chicago, Manila, and the Creation of Postcolonial Knowledge« trägt.

Weitere Texte von Christa Wirth bei DIAPHANES
Silvia Berger Ziauddin (Hg.), David Eugster (Hg.), ...: Nach Feierabend 2017

Der »Kalte Krieg« wurde in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zur geläufigen Beschreibung der Pattsituation zwischen den beiden Supermächten USA und UdSSR. Obschon die Forschung hierzu in den letzten Jahren neues Terrain erschlossen hat, wurde der semantische Kern des Konflikts – die Metapher der Kälte – bisher kaum ausgelotet. Das aktuelle Jahrbuch versucht, diese Lücke zu schließen, indem es die Frage stellt, wie die Kälte in unterschiedlichen militärischen, politischen, wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Bereichen des Kalten Krieges mobilisiert wurde und damit zum tatsächlichen und imaginierten Konflikt beitrug.

Der Band enthält Beiträge etwa zu einer geheimen U-Boot-Werft im rauen Norden der Sowjetunion, zur U.S.-amerikanischen Militärbasis »Camp Century« im Packeis Grönlands und zur raumfahrtsmedizinischen Forschung zur perfekten Temperierung von Astronautenkörpern. Neben diesen Temperaturexplorationen an multiplen »frontiers« des Kalten Krieges geht der Band auch den Resonanzen der Kälte in Gesellschaftstheorie, Literatur, Film und materieller Kultur nach.