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Michael Turnheim: Mit der Vernunft schlafen

Michael Turnheim

Mit der Vernunft schlafen
Das Verhältnis Lacan – Derrida

Broschur, 240 Seiten

Das Verhältnis Lacan – Derrida

Der Wiener Psychoanalytiker und Theoretiker Michael Turnheim stellt in seinem neuen Buch »Mit der Vernunft schlafen« folgende Diagnose an den Anfangspunkt: Die Psychoanalyse als Praxis und in ihrer Theorie ist in Auflösung begriffen. Das Phantasma ihrer Einheit ist gefallen, fällt immer noch. Doch er erzählt damit keine Verfallsgeschichte, im Gegenteil. Der dieser Diagnose entsprechende Ort, bzw. Nicht-Ort der Psychoanalyse erlaubt, sie wieder zurückzukoppeln an Anfänge, die ihr immer schon eingeschrieben waren.

Anhand von Lektüren, die ihn von Freud über Lacan zur eingehenden Befragung des Beitrags Jacques Derridas zur Psychoanalyse führen, fragt Turnheim, wie der gegenwärtige Stand und Zustand der Psychoanalytiker und der Psychoanalyse wieder angeschlossen werden kann an die Spaltung der Szene, welche die Psychoanalyse selbst schreibt: die Spaltung zwischen der seit jeher vollzogenen Setzung eines metaphysischen Bezugs zu Normen, zum Vater und zum Monotheismus einerseits, sowie der Zersetzung, Aufschiebung, Subversion dieses Bezugs, der sich in der Immanenz des Sprechens und Erlebens der Subjekte artikuliert, andererseits.

  • Theoriebildung
  • Sigmund Freud
  • Jacques Lacan
  • Psychoanalyse
  • Vernunft

»Mit der Vernunft schlafen ist nicht nur ein Zeugnis hoher Belesenheit, in dem es um die packendsten Probleme geht, welche Lacans Verwendung der Philosophie stellt. Dieses Buch hat auch eine politische Dimension. Turnheim sucht in ihm nicht minder Auswege aus dem dogmatischen Engpass des institutionellen Lacanismus. Weil er dabei nicht der Einzige ist, wird er auch gelesen. Sein Buch ist ein Wachruf. Es will helfen, endlich zu ergründen, was Lacan ›die Vernunft seit Freud‹ nannte.« Franz Kaltenbeck, Psyche

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Michael Turnheim

Michael Turnheim

lehrte und praktizierte als Psychoanalytiker in Paris und Wien.

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»Falls die Uneinheitlichkeit, wie ich es meine, wesentlich zur Analyse gehört, so würde dasjenige, was der Psychoanalyse seit einiger Zeit in so beunruhigender Weise widerfährt, vielleicht bedeuten, dass sie endlich zu sich selbst, zu ihrer eigenen Wesenlosigkeit zurückkehrt.«

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