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Kathrin Peters: Rätselbilder des Geschlechts

Kathrin Peters

Rätselbilder des Geschlechts
Körperwissen und Medialität um 1900

Broschur, 232 Seiten

PDF, 232 Seiten

Körperwissen und Medialität um 1900

Was hat eine Aktfotografie Wilhelm von Gloedens mit Zeichnungen von extrahierten Geschlechtsorganen zu tun? Was die Studiofotografie eines ›Mannweibs‹ vor romantischem Prospekt mit der vielspaltigen Tabelle sexueller Zwischenstufen? Oder die Künstleranatomie des Anthropologen Gustav Fritsch mit dem Röntgenbild eines Beckens, das Rudolf Virchow zur Begutachtung vorlag?
Ikonografisch und medientechnisch kaum etwas, epistemologisch sehr viel. Innerhalb der Prozeduren, mittels derer um 1900 bestimmt werden sollte, was das Geschlecht ist und wie es sich zeigt, wurden zahllose Bilder in Umlauf gesetzt. Zuweilen aber trat dabei nicht nur die Unbestimmbarkeit des Geschlechts, sondern auch die Unbestimmtheit der Bilder zu Tage.

Inhalt
  • 7–22

    Verstreute Körper, verstreute Bilder

  • 23–51

    Fotografische Fallstudien

  • 53–84

    Zweifelhafte Körper sichten

  • 85–108

    Gesten der Scham

  • 109–154

    Medizinische und künstlerische Anatomien

  • 155–196

    Geschlechtsübergänge als Bildstrecke

  • 197–208

    Epilog: Zum Nachleben der Zwischenstufen

  • 209–226

    Literaturverzeichnis

  • 227–230

    Abbildungsverzeichnis

  • Wissensgeschichte
  • Wissenschaftsgeschichte
  • Fotografie
  • Körper
  • Medizingeschichte
  • Gender

»Das nun erschienene Buch zu den ›Rätselbildern des Geschlechts‹ der Medienwissenschaftlerin Kathrin Peters ist bedeutend mehr als ein überfälliger Nachtrag aus der Sicht der Bildgeschichte zu einer bereits in großem Umfang geleisteten Forschung. Denn das Rätsel, dem alle diese Bilder gelten, erschöpft sich gerade nicht in der wissenschaftlichen Erkundung und fachgerechten Darstellung geschlechtlicher Ambiguität. Es sind vielmehr die Bilder selbst, die, gewissermaßen unter der Hand, die größten Probleme aufwerfen.« Steffen Siegel, FAZ

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Kathrin Peters

Kathrin Peters

ist Professorin für Geschichte und Theorie visueller Kultur an der Universität der Künste Berlin. Zuvor war sie kuratorisch tätig und hat an verschiedenen Universitäten und Kunsthochschulen im Bereich Medienwissenschaft, Fotografietheorie, Gender Studies, Kunst und Medien gelehrt und geforscht, von 2011–2014 als Professorin an der Universität Oldenburg. Sie ist Redaktionsleiterin der Zeitschrift für Medienwissenschaft.

Weitere Texte von Kathrin Peters bei DIAPHANES

»Der medizinische Positivismus beschreibt eine technisch-epistemologische Zäsur, die Hermaphroditismus als Abweichung und nicht mehr als Wunder fasst. Die Ikonografie der Doppelwesen wurde ungültig; an ihre Stelle sind Archive von Genitalfotos und Nacktaufnahmen getreten.«

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