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Jean Cavaillès: Über Logik und Theorie der Wissenschaft

Jean Cavaillès

Über Logik und Theorie der Wissenschaft

Übersetzt von Thomas Laugstien

Mit einem Vorwort von Charles Ehresmann, Gaston Bachelard und Georges Canguilhem

Broschur, 112 Seiten

Bedingung der Wissenschaft

Jean Cavaillès schreibt sein letztes Werk »Über Logik und Theorie der Wissenschaft« im Gefängnis. Er fasst darin die wesentlichen Linien seiner lebenslangen Auseinandersetzung mit der Philosophie der Mathematik zusammen und konfrontiert sie mit vier großen Wissenschaftstheorien: derjenigen Kants, Bolzanos, Carnaps und Husserls. Cavaillès’ Werk ist weder eine historische Studie der Wissenschaftstheorie noch die Beschreibung ihres aktuellen Zustands, sondern definiert die Bedingungen für die Bildung begrifflicher Strukturen, die das Gerüst der Wissenschaft sind. Die Normativität der Regeln, die die Logik bestimmen, die entscheidende Rolle der Beweisführung, die Autonomie der Wissenschaft, ihre notwendige Bezugnahme auf das Objekt und ihre Einbindung in die Geschichte sind die Leitthemen dieser Abhandlung, die zweifellos zu den wichtigsten der ­Wissenschaftsphilosophie gehört.

  • Mathematik
  • Kant
  • Logik
  • Erkenntnistheorie
  • Bernard Bolzano
  • Edmund Husserl

»Wirklich erstaunlich ist, wie weit sich im Rückblick ein ganzer Kontinent der französischen Philosophie in der kleinen Abhandlung vorgedacht zeigt.« Cord Riechelmann, Zeitschrift für Ideengeschichte

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Jean Cavaillès

Jean Cavaillès

war Mathematiker und Philosoph. Er setzte sich insbesondere mit der mathematischen Logik, der Epistemologie und der Philosophie der Mathematik auseinander. In den dreißiger Jahren verbrachte er einige Jahre in Deutschland, wo er auch mit Heidegger und Husserl in Kontakt kam. Gemeinsam mit Emmy Noether gab er den Briefwechsel Cantor/Dedekind heraus. Er war als führender Kämpfer in der Résistance aktiv, wurde mehrmals inhaftiert und 1944 von der Gestapo hingerichtet. Sein Einfluss auf die französische Philosophie und Wissenschaftstheorie von Bachelard und Canguilhem über Foucault und Althusser bis zu Derrida und Badiou war enorm.

»Keine Philosophie des Bewusstseins, nur eine Philosophie des Begriffs kann eine Wissenschaftslehre liefern.«

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