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Jutta Müller-Tamm: »Dieses prüfe, mein Sohn, aber chemisch …«
»Dieses prüfe, mein Sohn, aber chemisch …«
(S. 39 – 50)

Analyse und Erkenntnis in einer Traumerzählung Lichtenbergs

Jutta Müller-Tamm

»Dieses prüfe, mein Sohn, aber chemisch …«
Analyse und Erkenntnis in einer Traumerzählung Lichtenbergs

PDF, 12 Seiten

  • Wissenschaftsgeschichte
  • Goethe
  • Experiment
  • 19. Jahrhundert
  • Subjektivierung
  • Farbenlehre
  • Ästhetik

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Deutsch

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Jutta Müller-Tamm

ist Professorin für Deutsche Philologie (Neuere Deutsche Literatur vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart) an der FU Berlin. Ihre Forschungsschwerpunkte sind: Literatur und Wissensgeschichte; Ästhetik und Poetik der frühen Moderne; Deutsche Literatur der klassischen Moderne; Gegenwartsliteratur; Geschichte der Wahrnehmung.

Weitere Texte von Jutta Müller-Tamm bei DIAPHANES
Sabine Schimma (Hg.), Joseph Vogl (Hg.): Versuchsanordnungen 1800

Die gegenwärtige Wissenschaftsforschung hat Goethes naturwissenschaftlichen Studien und Experimenten neue und exemplarische Seiten abgewonnen. Demnach kann man hier eine ›science in the making‹ beobachten, die wissenschaftliche Praxis mit ästhetischer Reflexion verbindet und den Forschungsprozess zudem in einen Rahmen autobiographischer wie sozialer Selbstvergewisserung stellt.

Ausgehend von Goethes Naturforschung und insbesondere seiner Farbenlehre begreift der Band verschiedene Versuchsanordnungen um und nach 1800 als Experimente über das Experimentieren, die herausragende Schauplätze für die Entstehung moderner Wissenschaften bieten: vom Menschenversuch bis zu den Lebenswissenschaften, von physiologischen Experimenten bis zur epistemischen Erprobung einer neuen Empirie. Die Aufsätze des Bandes entwerfen verschiedene – wissenschafts-, medien- und kulturhistorische – Perspektiven auf die Experimentalkultur Anfang des 19. Jahrhunderts.