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Johannes Fehr: Hélène Smiths Stimmen
Hélène Smiths Stimmen
(S. 201 – 216)

Ein Medium und seine Avatare im Zeitalter drahtloser Telegrafie

Johannes Fehr

Hélène Smiths Stimmen
Ein Medium und seine Avatare im Zeitalter drahtloser Telegrafie

PDF, 16 Seiten

Die Kommunikationstechnologie hat die Vorstellung von der Psyche als einer inneren Welt auf ein neues Paradigma umgestellt. Beispielsweise ging mit der Einführung von Telefon und drahtloser Telegrafie ein Wandel des Spiritismus einher, der nicht mehr als visionäre Schau, sondern als unbeschränkte Kommunikation auftrat: Das spiritistische Medium überwand den Raum so mühelos wie die Telegrafie oder das Telefon. Solche Medien übertrugen Botschaften, die den Subjekten äußerlich blieben, und sie nährten damit Theoriebildungen, die Sprache als ein System von Zeichen begreifen.

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Johannes Fehr

ist Professor für Sprachtheorie an der Philosophischen Fakultät der Universität Zürich und stellvertretender Leiter des Collegium Helveticum, Zürich.

Cornelius Borck (Hg.), Armin Schäfer (Hg.): Psychographien

Armin Schäfer (Hg.), Cornelius Borck (Hg.)

Psychographien

Broschur, 352 Seiten

PDF, 352 Seiten

Die Psyche ist zum Inbegriff von Eigentümlichkeit und Identität des Menschen geworden, gleichwohl sie tief in neuroanatomischen Strukturen, biochemischen Prozessen und genetischen Dispositionen verankert ist und einem ständigen historischen Wandel unterliegt.

Dieser Band schreibt die Geschichte dieser permanent unruhigen Differenz als Teil einer allgemeinen Mediengeschichte: Handschrift und elektrische Schaltungen, Film und Rechenmaschinen, Literatur und Institutionen haben das Verständnis der Psyche maßgeblich geprägt. So erweist sich, dass sich die Psyche nicht von ihrer Erforschung abtrennen lässt, die dasjenige, was sie beschreibt, mit erzeugt: Es sind die Mächte der Medientechnologie, der Verwaltung und der Phantasmen, die den Anschein erwecken, dass der Mensch ein beseeltes Wesen sei.

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