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Stefan Rieger: Der Takt der Seele
Der Takt der Seele
(S. 177 – 200)

Zur medialen Modellierung des Bewusstseins

Stefan Rieger

Der Takt der Seele
Zur medialen Modellierung des Bewusstseins

PDF, 24 Seiten

In eine Geschichte der Psyche ist eine Geschichte symbolischer Operationen und technischer Medien eingelassen. Weil die Psyche einer unmittelbaren Beobachtung unzugänglich ist, setzen Beobachtungen der Psyche an einem kommunikativen Geschehen an. Die innere Welt ist einzig in der Kommunikation gegeben, und diese Kommunikation stempelt die Psyche zu einem zeitlichen Geschehen: Psychische Operationen können jetzt voneinander abgegrenzt, miteinander verglichen und ökonomischen Ansprüchen unterstellt werden.

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Stefan Rieger

ist seit 2007 Professor für Mediengeschichte und Kommunikationstheorie an der Ruhr-Universität Bochum. Er war Mitarbeiter im Sonderforschungsbereich »Literatur und Anthropologie« in Konstanz und Heisenbergstipendiat der Deutschen Forschungsgemeinschaft, hat über Datenverarbeitung und Mnemotechnik im Barock promoviert und eine Habilitationsschrift zum Verhältnis von Medien und Anthropologie verfasst. Seine Arbeits- und Publikationsschwerpunkte sind Wissenschaftsgeschichte, Medientheorie und Kulturtechniken.

Weitere Texte von Stefan Rieger bei DIAPHANES
Cornelius Borck (Hg.), Armin Schäfer (Hg.): Psychographien

Armin Schäfer (Hg.), Cornelius Borck (Hg.)

Psychographien

Broschur, 352 Seiten

PDF, 352 Seiten

Die Psyche ist zum Inbegriff von Eigentümlichkeit und Identität des Menschen geworden, gleichwohl sie tief in neuroanatomischen Strukturen, biochemischen Prozessen und genetischen Dispositionen verankert ist und einem ständigen historischen Wandel unterliegt.

Dieser Band schreibt die Geschichte dieser permanent unruhigen Differenz als Teil einer allgemeinen Mediengeschichte: Handschrift und elektrische Schaltungen, Film und Rechenmaschinen, Literatur und Institutionen haben das Verständnis der Psyche maßgeblich geprägt. So erweist sich, dass sich die Psyche nicht von ihrer Erforschung abtrennen lässt, die dasjenige, was sie beschreibt, mit erzeugt: Es sind die Mächte der Medientechnologie, der Verwaltung und der Phantasmen, die den Anschein erwecken, dass der Mensch ein beseeltes Wesen sei.

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