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geheimagentur: Andere Welten
Andere Welten
(S. 105 – 118)

geheimagentur

Andere Welten
Magische Strategien in Kunst und Aktivismus

PDF, 14 Seiten

»Eine andere Welt ist möglich« – politischer Aktivismus versteht sich als Arbeit im und am Bereich des Möglichen. Magie verspricht dagegen Zugang zu einer ganz anderen ›anderen Welt‹, der des Paranormalen. Die möglichen Welten des Aktivismus sind eine Frage der Zukunft, die anderen Welten, auf die paranormale Praktiken sich beziehen, sind dagegen immer schon da und zugleich nicht da. Dieser Beitrag versucht, aktivistische Potenzialität und magische Latenz als zwei Formen anderer Welten gegenüberzustellen und ihr Verhältnis zueinander zu klären. Verdecken beide Qualitäten des Anderen einander, oder könnte die eine andere Welt, wie im Vexierspiel, in der anderen erscheinen? Eine Allianz können Aktivismus und magisches Wissen erst eingehen, wenn diese beiden Arten anderer Welten miteinander zu korrespondieren beginnen.

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Sibylle Peters hat Literaturwissenschaft und Philosophie in Hamburg studiert. Sie war in Forschung und Lehre an den Universitäten Hamburg, München, Wales, Basel, Berlin (FU) und Gießen tätig. Seit 2003 entwickelt und leitet sie das Forschungstheater-Programm im FUNDUS THEATER Hamburg, seit 2012 das künstlerisch-wissenschaftliche Graduiertenkolleg »Versammlung und Teilhabe. Urbane Öffentlichkeiten und performative Künste / Bereich: Kulturelle Bildung und Forschung«. Als Performerin und Regisseurin hat sie zahlreiche Projekte realisiert – u. a. mit der geheimagentur. Ihre Schwerpunkte in Forschung und künstlerischer Produktion sind: der Vortrag als Performance, Formen und Techniken der Versammlung, der mediale Gebrauch der Zeit, das Forschen aller, Theatralität und Evidenz.

Karl-Josef Pazzini (Hg.), Andrea Sabisch (Hg.), ...: Das Unverfügbare

Das Unverfügbare ist Ärgernis und Ferment für jede pädagogische und vermittelnde Arbeit. Es taucht inmitten des vermeintlich Bekannten und Habhaften auf, widersetzt sich der gesicherten Kommunikation, spielt sich zwischen Wissen und Nicht-Wissen ab, markiert Autoritäten, löst Ängste aus, weil es nicht verstanden werden kann, weckt Sehnsucht, Neugier und Verantwortung. Es markiert eine Aporie, die sich überall zeigt, wo Wissen sich als Macht- und Gestaltungsinstanz gibt: an den Grenzen der Machbarkeit als Prognostik und als Kontrolle des Anderen.
Der Band widmet sich der Figur des Unverfügbaren in ihren unterschiedlichsten Erscheinungsformen: in Kunst und Kultur, Mathematik und Naturwissenschaften, Medizin und Soziologie, Philosophie, Psychoanalyse und Pädagogik.

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