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Alfred Bodenheimer: Wie Bileams Eselin sprechen lernte
Wie Bileams Eselin sprechen lernte
(S. 25 – 36)

Alfred Bodenheimer

Wie Bileams Eselin sprechen lernte
Über den jüdischen Umgang mit Wundern

PDF, 12 Seiten

Die Auseinandersetzung mit Wundern ist seit jeher Teil des jüdischen Religionsverständnisses. Dabei waren jüdische Gelehrte seit dem Altertum stets auch um eine Domestizierung des Wunderbegriffs bemüht. Das Wunder sollte nicht für die Aushebelung, sondern für eine Modifikation der göttlichen Weltordnung stehen. In der Moderne gewinnt dieser Zugang noch an Komplexität. Am Beispiel Franz Rosenzweigs und seiner Bibellektüre wird gezeigt, wie sehr der Umgang mit dem Begriff des Wunders zu einer Frage persönlicher Suche nach Individualität bzw. Soziabilität innerhalb einer Gemeinschaft von Gläubigen wird.

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Alfred Bodenheimer

ist Professor für Religionsgeschichte und Literatur des Judentums und Leiter des Zentrums für Jüdische Studien an der Universität Basel. Er forscht im Bereich literarischer und religiöser Zugehörigkeitsnarrative im Judentum und deren kulturwissenschaftlicher Einordnung. Er ist Mitbegründer und Vorsitzender der Gesellschaft für europäisch-jüdische Literaturstudien.
Karl-Josef Pazzini (Hg.), Andrea Sabisch (Hg.), ...: Das Unverfügbare

Das Unverfügbare ist Ärgernis und Ferment für jede pädagogische und vermittelnde Arbeit. Es taucht inmitten des vermeintlich Bekannten und Habhaften auf, widersetzt sich der gesicherten Kommunikation, spielt sich zwischen Wissen und Nicht-Wissen ab, markiert Autoritäten, löst Ängste aus, weil es nicht verstanden werden kann, weckt Sehnsucht, Neugier und Verantwortung. Es markiert eine Aporie, die sich überall zeigt, wo Wissen sich als Macht- und Gestaltungsinstanz gibt: an den Grenzen der Machbarkeit als Prognostik und als Kontrolle des Anderen.
Der Band widmet sich der Figur des Unverfügbaren in ihren unterschiedlichsten Erscheinungsformen: in Kunst und Kultur, Mathematik und Naturwissenschaften, Medizin und Soziologie, Philosophie, Psychoanalyse und Pädagogik.

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