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Stephan Kammer (Hg.), Karin Krauthausen (Hg.): Make it Real

Karin Krauthausen (Hg.), Stephan Kammer (Hg.)

Make it Real
Für einen strukturalen Realismus

Broschur, 256 Seiten

Erscheint am 18.12.2017

Der französische Strukturalismus des 20. Jahrhunderts widmete sich nicht allein der Formalisierung von Welt und Wirklichkeit, sondern analysierte auch deren Bearbeitung im literarischen Realismus des 19. Jahrhunderts: Die Wirklichkeit träte hier als Effekt einer spezifischen Verfertigung in Erscheinung. Dieses Urteil von Roland Barthes impliziert einen Gegensatz von Struktur und Empirie – der Realismus vernachlässigt die Struktur und trägt stattdessen das Kontingente in die Darstellung ein. Nun ist gerade diese Definition des Realismus in der Folge vielfach kritisch diskutiert worden. Das Verhältnis von Struktur und Realismus blieb dabei eigentümlich unbeobachtet. Der Band unternimmt es daher, unterschiedliche ›Strukturalismen‹ aufzurufen (Marxismus, Mathematik, Ethnologie, Neostrukturalismus, Naturwissenschaften) und sie mit ›strukturalen‹ Schreibweisen der Literatur zu konstellieren.  

 

Mit Beiträgen von: Thomas Meinecke, Ulrich Peltzer, Milo Rau, Kathrin Röggla, Hendrik Blumentrath, Devin Fore, Nathalie Moser, Michael Neumann, Stephan Kammer, Andrea Krauss, Karin Krauthausen, Elisabeth Strowick, Marcus Twellmann.

  • Wissenschaftsgeschichte
  • Formalisierung
  • Ethnologie
  • Strukturalismus

Meine Sprache
Deutsch

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Stephan Kammer

Stephan Kammer

hat nach einem Studium der Germanistik, Neueren allgemeinen Geschichte und Soziologie an der Universität Basel promoviert (im Jahr 2000) und von 2001 bis 2007 als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für deutsche Sprache und Literatur II der Goethe-Universität Frankfurt am Main gearbeitet, wo er 2011 in Neuerer deutscher Literaturwissenschaft habilitierte. Von 2008 bis 2010 war er Visiting Fellow am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte Berlin. Seit 2008 hat er Vertretungs- und Gastprofessuren an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, der Ludwig-Maximilian-Universität München und der Universität Wien wahrgenommen. Seine Forschungsschwerpunkte sind Literatur- und Wissensgeschichte des Schreibens, Literaturtheorie und Medialität der Literatur, (deutsche) Literatur des 18. bis 21. Jahrhunderts.

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Karin Krauthausen

Karin Krauthausen

ist Literatur- und Kulturwissenschaftlerin. Sie forscht zu Realismen des 19.–21. Jahrhunderts, zu Notationspraktiken und Entwurfstechniken in Künsten und Wissenschaften sowie zur Geschichtspoetik bei Hans Blumenberg und Paul Valéry. Nach Stationen an der Bauhaus-Universität Weimar, dem Kunsthistorischen Institut in Florenz, dem Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte Berlin und dem PhD-Net Das Wissen der Literatur (Institut für deutsche Literatur der Humboldt-Universität zu Berlin) arbeitet sie im Interdisziplinären Labor Bild Wissen Gestaltung der Humboldt-Universität zu Berlin.

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