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Wissenschaft

Kulturöffentlichkeit explodiert und implodiert
Kulturöffentlichkeit explodiert und implodiert

Ines Kleesattel (Hg.), Ruedi Widmer (Hg.)

Scripted Culture

scripted, adjective 1.    a speech or interview written in advance (although the speaker may pretend that it is spoken without preparation) 2.    an event or TV show following a script     (i.e.: scripted reality, scripted drama, scripted documentary, scripted sports) 3.    a time-based piece of art as conceived and/or written 4.    a cultural practice ruled by a script     (i.e. “The conventions are carefully scripted affairs.”) 5.    an event or a person arranged, directed or controlled as if following  a script 6.    a person having a prescription     (i.e....
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Dieter Mersch

Digital Disrupture

Theorien des Digitalen beziehen ihre Konjunktur aus einer zweideutigen Lage. Zum einen besitzen sie ihre Herkunft in den Visionen und Utopien der gegenkulturellen Aufklärung der 1970er Jahre, aus denen nicht nur der Personal-Computer, sondern auch die Medienwissenschaften und Medientheorien hervorgegangen sind, die den digital disrupture theoretisiert und unter Reflexion gestellt haben und nach deren Diagnose wir vor einer ebenso nachhaltigen Zäsur stehen wie die frühe Neuzeit mit der Erfindung des Buchdrucks. Alle Zeichen und Inhalte bisheriger Kulturen stehen damit auf dem Prüfstand, werden transformiert und von einer Entwicklung überholt, deren weitere Dynamik kaum absehbar ist. Die mit der Digitalisierung verbundene technologische Wende, so die allgemeine Analyse, werde alle Lebensverhältnisse dermaßen verändern und von Grund auf durchschütteln, dass mit Marshall McLuhan und dessen zusammen mit Quentin Fiore verfassten Buch, dessen Titel ironischerweise nicht lautet: The Medium is the Message, sondern The Medium is the Massage, von einer gründlichen ›Massage‹ des gegenwärtigen...

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60 Billiarden Moleküle

Thomas Huber

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Scripted Culture: Book-Launch Zürich

15.06.2018, 18:00

ZHdK – Zürcher Hochschule der Künste
Pfingstweidstrasse 96
8031 Zürich
Schweiz

 

Themen
  • Choreographing multitudes

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    minima oeconomica

    Analysen und Kritik moderner Ökonomie, deren Wissenschaft und Legitmation im Zeitalter der Finanzialisierung

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Aktuelle Texte

Simon Roloff

Arbeitsmarkt

Robert Walsers Roman Jakob von Gunten beschreibt das Schicksal einer bekannt und zugleich überaus rätselhaft wirkenden Institution. Obwohl sie als Erziehungseinrichtung gehandelt wird, scheint Bildung in einem gymnasialen, polytechnischen oder gar klassisch universitären Sinn nicht ihr Ziel zu sein. Gleich zu Beginn heißt es mit aufsässiger Resignation von einem Schüler: »Man lernt hier sehr wenig, es fehlt an Lehrkräften, und wir Knaben vom Institut Benjamenta werden es zu nichts bringen, das heißt, wir werden alle etwas sehr Kleines und Untergeordnetes im späteren Leben sein.« Das Potential und die Freiheitsgrade der hier nur »Zöglinge« genannten Unterrichteten wird also durch das Institut nicht erhöht, sondern planvoll vermindert. Die in der Lehre eingesetzten Übungen und Verhaltensregeln bestehen zu diesem Zweck nur in end- und grundlosen Wiederholungen, in denen die Tätigkeit verschiedenster Berufe, der Alltag der das Institut umgebenden Stadt und der Habitus sozial höherstehender Schichten nachgeahmt werden. In dieser Zwangsmimesis am Bestehenden scheinen...

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Sergej Eisenstein

»Was sich bewegt, ist also beseelt…«

Genau dieser Prozess ist es, den Disney in seinen Zeichnungen spürbar und gegenständlich darstellt.

Das sind nicht nur Wellen, die auf die Bordflanken eines Dampfers faktisch »einboxen« (und der bekannten Formel des Komischen folgend, in ihren Umrissen zu Boxhandschuhen werden!).

Es ist auch das erstaunliche, plastische Spiel der Konturen von Disneys Zeichnungen.

Bei Verwunderung dehnen sich die Hälse.

Bei panischer Flucht strecken sich die Beine.

Bei Angst zittert nicht nur der Held, sein Umriss ist gewellt.

Hier, in diesem Element der Zeichnung, wird das wirksam, was ich mit so vielen zitierten Beispielen belegen wollte.

Das ist eine hochinteressante Erscheinung.

Wenn sich der Hals eines Pferdes oder einer Kuh vor Schreck dehnt, dann dehnt sich die Darstellung der Körperfläche und nicht der Umriss als selbständiges Element!

In einer solchen Halsdehnung fehlt noch das, was über das »schleichende« Gebirge und den »schwellenden« Umriss des Hügels angemerkt wurde.

Erst wenn der Umriss des Halses über die möglichen Grenzen einer Halsdehnung hinauswächst, verkörpert er...

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Matthias Arégui, Yan Marchand

Martin Heideggers Griesgram

»Das hat doch keinen Sinn!«, sagt Martin etwas ungeduldig. »Worte zu finden, um die Welt zur Sprache zu bringen, wenn niemand sie sieht oder hört, das ist ohne Ziel und Zweck!« »Schweige, beobachte, und du wirst ihren Ruf vernehmen.« »Der Kopf durchfurcht die Galaxie des Absurden«, singt René und taucht wieder unter zwischen seinen Gefährten. Lange beäugt Martin die heideggerschen Gewölbe. Noch sieht er darin nur Essbares, fragt sich, wie viele Pfunde es sein mögen, wie viele Kakerlakenkolonien von diesem Vorrat wohl leben könnten. Dann...
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Robert Stockhammer

Welche Globalisierung im Bologna-Prozess?

Zu den clichés der Kritik an der »Bologna-Reform« gehört, dass sie die Mobilität von Studierenden, statt befördert, sogar behindert haben. Falls dies zutreffen sollte, so läge es nicht an der Erklärung von 1999 selbst, sondern daran, dass sie allzugut in den Trend zur Ökonomisierung (↑ Austauschbarkeit) und Beschleunigung von Bildung passte. Wer trotzdem noch bereit ist, während eines BA-Studiums ein Semester zu (wie man dazu heute sagt) »verlieren«, kann, wenn die Zuständigen an der Heimatuniversität einigermaßen mitdenken, sehr gut ein Auslandsjahr einlegen. Schwieriger allerdings kann es sein, einfach an eine andere Universität in nächster Nähe zu wechseln. Und dies ist in der Tat ein Effekt der Globalisierung, wenn man darunter (im Einklang mit vielen neueren Definitionen) versteht, dass Ähnlichkeiten und Unterschiede zwischen verschiedenen Lebensverhältnissen sich immer weniger proportional zur geographischen Entfernung verhalten: Man kommuniziert via neuerer Medien vertraut mit seinen Freunden in Japan, kennt aber seine Nachbarn nicht. Dementsprechend kann es...

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Lauren A. Benton, Monika Dommann, ...

Law as a zone of contact and conflict

Dommann: What is jurisdiction? And how can we study it historically?

Benton: Well, you know, I don’t think jurisdiction is terribly mysterious, I just think about it as legal authority essentially, and the reason I like it methodologically is because it is not that difficult to locate and to discuss, it has almost always in these historical settings some contemporary recognition. People in all periods do talk about legal authority, they know who holds it, they have reference points, it’s not as if you were naming something categorically that doesn’t have a historical name also. It is much more difficult to try to study legal practice as reflecting norms because you can’t locate normative orders historically with the same certainty. So I haven’t found jurisdiction to be an elusive sort of category, but I do think it’s worth bringing out and sharpening a bit. Do you think it requires more elaboration...

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