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Kunst

Müssen wir die Begegnung eine Kunst nennen?
Müssen wir die Begegnung eine Kunst nennen?

Carolin Meister, Jean-Luc Nancy

Begegnung

Beginnen wir mit einer doppelten Asymmetrie: Ich habe von »Begegnung« gesprochen und Du hast »rendez-vous« geantwortet. Du schreibst französisch und ich schreibe deutsch... Aber wovon sprechen wir: von »Begegnung« , von »rencontre«? Mit Begegnung meinen wir heute vor allem ein unvorhergesehenes, überraschendes, vielleicht auch unwahrscheinliches Zusammentreffen. Aber das Wort Begegnung bringt noch andere Konnotationen mit sich, die vor allem in der Verbform erhalten geblieben sind, wenngleich sie nicht mehr besonders gebräuchlich sind. Bezogen auf die Haltung in einer bestimmten Situation...
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Jean-Luc Nancy

Des zétrangers des zah des zuh

Fremdartiger extraneus von draußen nicht von drinnen (intraneus) nicht von zu Hause unheimlich nicht von daheim
vor den Toren – fores foreigner nicht im Einklang zu viel odd irregulär nicht normal selten sonderbar seltsam merkwürdig besherat tapfer elegant eigensinnig durchgedreht verschroben falsch frappierend ungewöhnlich erstaunlich

 

Es ist erstaunlich wie reich wir sind an Wörtern Formen Weisen die um das seltsam Fremde des Ausländers kreisen der nicht unser Landsmann ist pas pays avec nous wie man früher in Frankreich sagte c’est un pays à moi für jemanden aus meinem Dorf meiner Gegend meiner Provinz meinem Nest

 

Reich im Übermaß für alles was nicht nah und eigen geeignet passend mitmenschlich ist kein Mitdasein

 

Denn wir nehmen an dass mit avec with stimmig gehaltvoll solide und solidarisch ist und dass das was without avecsans mitohne ist außermittig oder außermitmenschlich

 

Aber »mit« »selbig« »nah« verlangt das Abrücken das Außen

 

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Das Bild eines Menschen, der vollauf vom öffentlichen Gesetz gesteuert ist
Das Bild eines Menschen, der vollauf vom öffentlichen Gesetz gesteuert ist

Jacqueline Burckhardt

Laurie Andersons ›Dal Vivo‹ oder die virtuelle Flucht aus dem Gefängnis

Stefaninis Anwesenheit aus Licht auf Gips wirkte gespenstisch. Die Figur war alles andere als die bloße Repräsentation des Gefangenen. Er hätte in Fleisch und Blut kaum gegenwärtiger sein können. Obschon leicht verschwommen, übertraf die Gestalt den Realitätsgrad der Figuren von Duane Hanson, die mit porentiefer Genauigkeit und bis in die letzte Sommersprosse hinein ihren Modellen entsprechen. Gewiss, auch Hanson geht es nicht einzig um die oberflächliche Erscheinung, sondern um den Verweis auf gesellschaftliche Konstellationen und um die Reibung zwischen Kunst...
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